
Als mit Kathryn Bertine, die erste der insgesamt 51 Teilnehmer auf den flachen, zweimal zu befahrenden Rundkurs geht, sind die Strassen noch trocken.
Clara Hughes, als 19. ins Rennen gegangen, muss schon ihre zweite Runde im recht heftigen Regen absolvieren. Auch wenn der Kurs nicht viele schwere Kurven enthält und die Kopfsteinpflasterstrecke recht kurz ist, herrschen doch erschwerte Wettkampfbedingungen.
Die Kanadierin Clara Hughes, ehemalige Goldmedaillengewinnerin im Eisschnelllauf, legt eine hervorragende Rennzeit vor. Lange Zeit gelingt es keiner Konkurrentin auch nur annähernd in die Nähe der Führungsposition zu kommen. U.a. hat Ina Teutenburg mit heftigen Regen zu kämpfen. Sie belegt schliesslich Rang 11.
Im letzten Block starten dann aber die überragenden Fahrerinnen der letzten Jahre. Die drei Erstplatzierten der Weltmeisterschaft von Melbourne/Geelong befinden sich auch in Kopenhagen wieder auf dem Podium. Allerdings in etwas anderer Reihenfolge. Klasse setzt sich eben - trotzt erschwerter äusserer Bedingungen - durch.
Die ehemalige Dänin, jetzt für Neuseeland startende Linda Melanie Villumsen gewinnt erneut die Bronzemedaille. Die Britin Emma Pooley kann ihren Titel zwar nicht verteidigen, wird aber immerhin noch Zweite.
Alles überragend fährt bei diesem Rennen Judith Arndt aus Leipzig. Sie startet, nach ihren Saisonergebnissen in der Favoritenrolle, als Vorletzte. Bei der ersten Zwischenzeit liegt sie noch hinter ihren direkten Konkurrentinnen zurück. Schon bei der ersten Zieldurchfahrt hat sie den Rückstand fast egalisiert. Auf der letzten Runde kann Judith Arndt noch einmal beschleunigen. Sie fährt am Ende einen Vorsprung von über 21 Sekunden auf Emma Pooley heraus und wird Weltmeisterin.
Für stilistisches Radfahren gibt es keine Preise. Dennoch ist es schön, wenn die schnellste auch die beste Radfahrerin ist. Judith Arndt gewinnt nicht nur durch Kraft, Willen und gute Renneinteilung, sondern eben auch durch ihre überragende Technik.
Judith Arndt fährt bei ihrem Sieg eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 44,931 km/h. Dabei ist sie übrigens 30 hundertstel Sekunden schneller als der Sieger im Juniorenrennen (gleiche Strecke). Und dies bei Regen!
| Di. 20.9. | Strassen-WM Zeitfahren Frauen: 27,8 km (2x 13,9 km) | ||||
| Pos | Fahrer | Team | Land | Zeit/Abstand |
| 1 | Arndt, Judith | GER | GER | 00.37'07.38'' |
| 2 | Pooley, Emma | GBR | GBR | 00.00'21.73'' |
| 3 | Villumsen, Linda Melanie | NZL | NZL | 00.00'24.13'' |
| 4 | Whitten, Tara | CAN | CAN | 00.00'26.16'' |
| 5 | Hughes, Clara | CAN | CAN | 00.00'36.79'' |
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Die UCI-Strassenradweltmeisterschaft 2011 im
Kopenhagen/Dänemark: WM-Übersicht Rennverläufe Zeitfahren: Männer Elite, Männer U23, Junioren, Frauen Elite, Juniorinnen Rennverläufe Strassenrennen: Männer Elite, Männer U23, Junioren, Frauen Elite, Juniorinnen Fazit - auch aus deutscher Sicht Medaillengewinner und Medaillenspiegel |
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UCI Weltmeister Zeitfahren Frauen Elite der letzten 10
Jahre: 2001 Jeannie Longo-Ciprelli - Frankreich 2002 Sulfija Chassanowna Sabirowa - Russland 2003 Joane Somarriba - Spanien 2004 Karin Thürig - Schweiz 2005 Karin Thürig - Schweiz 2006 Kirstin Armstron - USA 2007 Hanka Kupfernagel - Deutschland 2008 Amber Neben - USA 2009 Kirstin Armstrong - USA 2010 Emma Pooley - Grossbritannien |
Hanka Kupfernagel - Weltmeisterin 2007