Die Tour de France - auch oft die Grosse Schleife (Grande Boucle) genannt - ist noch vor dem Giro d’Italia und der Vuelta a Espana die bedeutendste, berühmteste und schwierigste grosse Landesrundfahrt für professionelle Strassenrennfahrer. Das Zuschauer-, Medien- und Sponsoreninteresse ist einzigartig. Sie gilt als das drittgrößte Sportereignis der Welt.
Von 2005 bis 2008 gehörte die Tour de France zur UCI ProTour. Ab 2009 wurde sie im UCI Road Calendar als HIS (Historisches Rennen) aufgeführt und seit 2011 ist sie Teil der UCI WorldTour.
Die Tour de France findet jährlich in den ersten drei Wochen des Juli statt und umfasst 21 Etappen (bzw. einen Prolog und 20 Etappen) sowie zwei Ruhetage. Der Streckenverlauf ändert sich zwar von Ausführung zu Ausführung, bildet aber doch irgendwie eine Runde innerhalb Frankreichs nach. Werden zuerst die Alpenetappen angefahren und dann erst die Pyrenäenetappen spricht man von einer Runde im Uhrzeigersinn.
Die Gesamtlänge der Strecke liegt in neuer Zeit zwischen 3.400 und 3.800 Kilometern. Zum grösseren Teil geht es dabei durch Frankreich, aber auch die Nachbarländer oder sogar etwa Irland und England werden für einzelne Teilstrecken oder auch nur Durchfahrten mit einbezogen.
Die Etappenarten wechseln sehr stark, so gibt es kurze Prologe, flache Zeitfahren, Bergzeitfahren, Mannschaftszeitfahren, Flachetappen, mittelschwere Etappen in hügeligem Gelände - oft als Überführungsetappen - und Hochgebirgsetappen z.T. mit Bergankunft.
Erstmals wurde die Tour de France 1903 auf Anregung der Sportzeitung L’Auto ausgetragen. Später übernahm die französische Sportzeitung L’Équipe die Organisation. Sie ist auch heute noch mit dem aktuellen Veranstalter ASO (Amaury Sport Organisation) eng verbunden.
Seit
2006 ist der ehemalige Journalist Christian Prudhomme (siehe Bild)
Direktor der Tour de France.
2011 findet die 98ste Austragung des Rennens statt. Nicht nur ganze Bücher, ganze Bibliotheken lassen sich mit ihrer über 100 jährigen Geschichte füllen.
Ihre bekanntesten Sieger in der Nachkriegszeit sind Gino Bartali, Fausto Coppi, Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Lance Armstrong. Der bisher einzige deutsche Tour de France Gewinner ist Jan Ullrich.
In den letzten Jahren gilt für die Trikotfarben bzw. die einzelnen Sonderwertungen folgendes:
Der Führende in der Gesamtwertung trägt das Gelbe Trikot (le maillot jaune), der Spitzenreiter in der Punktwertung - eigentlich der beste Sprinter - trägt das Grüne Trikot (le maillot vert) und der beste Sammler von Bergpunkten ist der Inhaber des gepunkteten Trikots (le maillot à pois rouges).
Daneben wird das Weisse Trikot an den besten Jungprofi unter 25 Jahren vergeben, der kämpferischste Fahrer des Vortages erhält eine rote Nummer (von einer Jury vergeben) und die führende Mannschaft fährt mit gelben Startnummern.
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Die 98. Tour de France 2011: Vorbericht Etappenwertung Übersicht Endergebnis Die 97. Tour de France 2010: Prolog - Etappe 10 Etappe 11-20 Rennbericht Endergebnis |