
Im Radsport, oder genauer gesagt im Strassenradsport, sind mehr als in jeder anderen Sportart die Veranstaltungen selbst die grossen "Stars". Die Tradition, die topografische Besonderheit, die speziellen äusseren Bedingungen (etwa Wetter), die Begeisterung der Fans und überhaupt die ganze Atmosphäre machen die grossen Rennen aus. Die Geschichte dieser Radrennen wird natürlich zu allererst von ihren Hauptprotagonisten, den Radrennfahrern geschrieben. Ihr sportliches und taktisches Können, ihre Leidenschaft, ihr Wille und ihre Nähe zu den fast immer friedlichen Fans prägen den Radsport.
Bei Strassenradsport.com berichten wir von den grossen Eintagesrennen und den wichtigsten Etapppenrennen, stellen die Fahrer vor und lassen auch das Drumherum - etwa Technik, Taktik und Organisation - nicht aussen vor. Dabei steht für uns die Sympathie für die grossartige Sportart im Vordergrund. Kritische Worte, mit dem Ziel den Radsport (genauer den Profiradsport) zu verbessern, können auch mal nötig sein, ewiges Genörgel ist uns aber fremd.
Joaquin Rodriguez weiterhin im Rosa Trikot.
20 km vor dem Ziel greift Vincenzo Nibali an und reisst eine Lücke von rund 30 Sekunden auf die Spitze des Feldes. Maxim Iglinskiy und Joaquin Rodriguez nehmen die Verfolgung auf. Während Joaquin Rodriguez an der Cote de Saint-Nicolas seinem Begleiter nicht mehr folgen kann, verringert Maxim Iglinskiy den Rückstand auf Vincenzo Nibali stetig. Den Italiener scheinen auch etwas die Kräfte zu verlassen und so kann Maxim Iglinskiy am Zielanstieg (1km vor dem Ziel) an Vincenzo Nibali vorbei ziehen und das Rennen gewinnen.
Fast alle Favoriten kommen in einer Gruppe zum Schlussanstieg, der Mauer von Huy. Schon recht früh, etwa 400 Meter vor der Ziellinie, greift Joaquin Rodriguez an. Er hat genügend Kraftreserven, auch durch die Arbeit seines Teams während des ganzen Rennens. Mit 4 Sekunden Vorsprung gewinnt der Spanier Joaquin Rodriguez den Wallonischen Pfeil 2012 vor dem Schweizer Michael Albasini und dem Vorjahressieger Philippe Gilbert aus Belgien.
Sprint am Cauberg: Oscar Freire wird nach einer mutigen Attacke noch kurz vor dem Ziel von drei Fahrern überholt. Kurzzeitig liegt Peter Sagan in Führung, dann kommt von hinten noch Jelle Vanendert an ihm vorbei. Die grössten Kraftreseven hat aber der bis dahin völlig unauffällig fahrende Italiener Enrico Gasparotto. Er fängt beide Konkurrenten auf den letzen Metern noch ab und gewinnt das Amstel Gold Race 2012 mit einer Radlänge Vorsprung vor Jelle Vanendert.
Tom Boonen nutzt rund 55 km vor dem Ziel eine Situation in der sich seine härtesten Konkurrenten Alessando Ballan und Filippo Pozzato nicht einige sind. Auf den nächsten 3 km wird er noch vom seinem Teamkollegen Nkii Terpstra unterstützt, anschliessend fährt er in einem 52 km langen Soloritt zum Sieg.
Drei Spitzenreiter kommen gemeinsam auf die Zielgerade. Sie taktieren lange und Ex-Weltmeister Alessandro Ballan greift mehrfach an. Tom Boonen fährt jede Attacke mit und gewinnt schliesslich im Sprint das Rennen. Den zweiten Rang belegt Filippo Pozzato, der wohl gehofft hatte, Tom Bonnen auf den letzten Metern schlagen zu können.
Das abschliessende Einzelzeitfahren der Rundfahrt gewinnt der Franzose Sylvain Chavanel. Er liegt damit auch in der Gesamtwertung vor Lieuwe Westra und Maciej Bodnar.
Eine 30 Fahrer starke vordere Gruppe des Hauptfelds kommt auf die Zielgerade. Den Sprint zieht Oscar Freire an. Wie vor wenigen Tagen beim E3-Preis Flandern zeigt wiederum Tom Boonen seine ganze Klasse. Er hält einen recht langen Sprint durch und gewinnt vor Peter Sagan. Matti Breschl (Team Rabobank) schiebt sich auf Platz 3.
Das Fahrerfeld kommt auf der Schlussetappe fast geschlossen zum 14,2 km langen Schlussanstieg zum Col de L'Ospedale. Dabei sind 940 Höhenmeter bei einer durchschnittlichen Steigung von 6,2 Prozent zu bewältigen. Der Franzose Alexandre Geniez greift 10 km vor dem Ziel an. Als die Bergspezialisten um Cadel Evans das Tempo forcieren kann er nicht mehr dagegen halten. Er wird kurz vor dem Ziel überholt. Pierrick Fedrigo gewinnt den Sprint einer Vierergruppe vor Rinaldo Nocentini. Er schiebt sich damit auch hinter Cadel Evans auf Rang 2 der Gesamtwertung.
Eine 10 Fahrer starke Spitzengruppe des Hauptfelds kommt mit einem kleinen Vorsprung auf die Zielgerade. Tom Boonen zieht den Sprint - genau wie bei Omloop Het Nieuwsblad - sehr früh an. Anders als noch vor wenigen Tagen bricht er nicht ein und kann einen ganz knappen Vorsprung vor dem sehr stark aufkommenden dreifachen Weltmeister Oscar Freire behaupten. Dritter wird der Österreicher Bernhard Eisel.
Die recht kurze 7. Etappe mit nur wenigen Ansteigen endet erwartungsgemäss mit einem Sprint aus dem Hauptfeld. Wie schon auf dem 5. Abschnitt ist erneut Julien Simon der Schnellste. Er gewinnt vor vor den Italienern Francesco Gavazzi und Damiano Cunego. Der Rundfahrtsieg von Michael Albasini gerät nicht mehr in Gefahr.
Die Rennentscheidung fällt am Anstieg zum Poggio. Vincenzo Nibali tritt rund 1 km vor dem Gipfel an. Ihm
folgt zuerst Simon Gerrans
und dann Fabian Cancellara.
Dieser übernimmt auf der folgenden Abfahrt die Führungsarbeit und
die Dreiergrupe kann einen entscheidenden Vorsprung auf die
Verfolger herausfahren.
Weder Vincenzo Nibali noch Simon Gerrans beteiligen sich im anschliessenden 2,6 km langen flachen Streckenabschnitt zum Ziel
an der
Führungsarbeit. Fabian Cancellara fährt von vorn und wird auf den
letzten 50 Metern von Simon Gerrans, der aus seinem Windschatten
kommt, überholt.
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Tony Martin
Vor dem abschliessenden Einzelzeitfahren hat Vincenzo Nibali (Team Liquigas-Cannondale) noch 7 Sekunden Rückstand auf Christopher Horner (Team RadioShack-Nissan). Er ist aber der deutlich bessere Zeitfahrer und gewinnt das Blaue Trikot mit einem Vorsprung von 14 Sekunden auf den Amerikaner Horner. Roman Kreuziger (Team Astana) wird Dritter.
Bradley Wiggins (Team Sky Procycling) gewinnt das abschliessende Bergzeitfahren der zuur WorldTour gehörenden Rundfahrt und sichert sich damit den Gesamtsieg vor Lieuwe Westra (Team Vacansoleil-DCM) und Alejandro Valverde (Team Movistar).
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Die UCI-Strassenradweltmeisterschaft 2011 im
Kopenhagen/Dänemark: WM-Übersicht Rennverläufe Zeitfahren: Männer Elite, Männer U23, Junioren, Frauen Elite, Juniorinnen Rennverläufe Strassenrennen: Männer Elite, Männer U23, Junioren, Frauen Elite, Juniorinnen Fazit - auch aus deutscher Sicht Medaillengewinner und Medaillenspiegel |