Der Belgier Philippe Gilbert gewinnt das Rennen in überzeugender Manier.
Bei der zweiten Auflage des WorldTour Rennens Grand Prix Cycliste de Quebec sind auf einem Stadtkurs 16 Runden mit einer Länge von jeweils 12,6 km zu fahren. Die Gesamtrennlänge beträgt damit 201,6 km. Auf jeder Runde sind zwei kleine, aber wie sich im Rennverlauf herausstellt, doch giftige Steigungen - jeweils gegen Ende der Runde - zu bewältigen.
Teilnahmeberechtigt sind die 18 UCI ProTeams. Daneben hat der Veranstalter noch drei UCI Professional Continental Teams (Europcar, Cofidis und FDJ) und das einheimische Team Spidertech eingeladen. Fast alle Mannschaften gehen mit acht Fahrern an den Start.
Vor dem Start der 173 Profis gelten Philippe Gilbert (Team Omega Pharma-Lotto), Edvald Boasson Hagen (Team SKY), Samuel Sanchez (Team Euskatel-Euskadi) und Robert Gesink (Team Rabobank) als grosse Favoriten. Im Mittelpunkt des Publikumsinteresses steht besonders der Kanadier Ryder Hesjedal (Team Garmin-Cervelo). Der Vorjahressieger Thomas Voeckler (Team Europcar) ist nicht am Start.
Drei Fahrer können sich nach wenigen Kilometern vom Hauptfeld absetzen. Chistiano Salerno (Team Liquigas-Cannondale), Tony Hurel (Team Eurpcar) und Jesus Herrada (Team Movistar) bestimmen lange das Renntempo. Sie können allerdings keinen grossen Vorsprung herausfahren.
Schon recht früh werden die Ausreisser vom Hauptfeld gestellt und es kommt sofort zu Attacken. Das Peloton fährt extrem schnell und immer mehr Fahrer können den Anschluss nicht mehr halten.
In der vorletzten Runde, etwas 20 km vor dem Ziel greift Philippe Gilbert an. Neun Fahrer können ihm folgen. Die Gruppe ist hochkarätig besetzt, läuft aber am Anfang nicht besonders gut.
Auf der letzten Steigung dieser Runde beschleunigt Philippe Gilbert erneut und reisst gleich eine grosse Lücke. Die Neunergruppe ist nun gezwungen, durch Zusammenarbeit den Vorsprung des belgischen Meisters wieder zu egalisieren.
8 km vor dem Ziel nimmt Philippe Gilbert wieder Tempo raus und wird von seinen ehemaligen Begleitern eingeholt. Immerhin ist es ihm durch seine Aktion gelungen, das Peloton auf Abstand zu halten und die anderen Fahrer zur Zusammenarbeit zu bewegen.
Im Hauptfeld sorgt eigentlich nur das Team Garmin-Cervelo - für Ryder Hesjedal - für die Nachführarbeit. Die Lücke zur Führungsgruppe kann es aber nicht mehr schliessen.
2,5 km vor den Ziel tritt Philippe Gilbert erneut an. Nur Robert Gesink kann - wenn auch mit einiger Verzögerung - folgen. Fast sieht es o aus, als könne er Philippe Gilbert noch erreichen. Am Ende fehlen ihm aber rund 3 Meter.
Rigoberto Uran (Team Sky) belegt den dritten und Fabian Wegmann (Team Leopard-Trek) muss mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen.
| Ergebnis - Klassement - Grand Prix Cycliste de Quebec 2011 | ||||
| Pos | Fahrer | Team | Land | Zeit/Abstand |
| 1 | Gilbert, Philippe | OLO | BEL | 05.03'06'' |
| 2 | Gesink, Robert | RAB | NED | 00.00'01'' |
| 3 | Uran, Rigoberto | SKY | COL | 00.00'09'' |
| 4 | Wegmann, Fabian | LEO | GER | 00.00'09'' |
| 5 | Leipheimer, Levi | RSH | USA | 00.00'09' |
Die Bergwertung gewinnt Jesus Herrada (Team Movistar), zum angriffsfreudigsten Fahrer wird Matteo Trentin (Team Quick Step) gewählt und Michael Barry (Team Sky) erhält einen Sonderpreis für den besten kanadischen Profi.
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Philippe Gilbert ist nicht zu schlagen.